Latein

Studienfahrt nach Pompeji und in die Region von Neapel, September 2011

Auf den Spuren von J.G.Herder

Schon vor mehr als 200 Jahren (1789) schwärmte der Schulpatron auf seiner Italienreise von der  Wärme und Schönheit der griechischen Kulturlandschaft rings um Neapel, die ihn auch zu den Ausgrabungen von Pompeji und zu den monumentalen griechischen Tempeln von Paestum führte.

„Ich könnte hier wiedergeboren werden (...) O wie ist die Natur hier groß und schön!" Und Herder wünschte sich Goethe herbei, um mit ihm gemeinsam am Meer spazieren zu gehen und „mit ihm in Magna Graecia zu philosophieren".

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Vom Nutzen der humanistischen Bildung

Vortrag:
Vom Nutzen der humanistischen Bildung
Prof. Dr. Dr. Philipp W. Balsiger am Herder-Gymnasium
in Forchheim, 17. Februar 2011

Wer glaubt, dass „humanistische Bildung" ein Privileg oder Luxus für Wenige sei, der irrt gewaltig. Ausgehend von der Begriffsgeschichte konnte Philosophieprofessor Balsiger deutlich machen, dass das Bildungsideal aus der Antike tragfähig für die europäische Geistesgeschichte bis in unsere Gegenwart geblieben ist. Die Idee der (Selbst-)Bildung des Individuums, wie sie u.a. von Cicero und in den Briefen Senecas als „cura sui" formuliert worden ist, bedarf heute sogar der Wiederentdeckung und der Erneuerung.

„Beim Rekurs auf die Antike geht es jedoch nicht darum, sich an der faktischen Lebenswelt der Antike zu messen, sondern es sind die in der Antike leitbildnerisch wirkenden Werte, die für die Formulierung, Konzipierung und Verwirklichung einer Humankonzeption relevant sind. Diese Werte scheinen - zumindest im Abendland - über die Zeit hinweg mehrheitsfähig zu sein; dies ist wohl deshalb der Fall, weil sich die Gattung des Menschen darin zumindest angemessen abgebildet wieder findet."

Die altphilologischen Fächer haben zudem ein Potential in sich, das die Erziehung zur Mündigkeit und auch zum Widerspruch gegen bloßes Effizienzdenken und oberflächliche Nützlichkeitserwägungen befördern kann.

Professor Balsiger meint, dass
„es die zentrale gesellschaftliche Aufgabe der Institution Schule ist, der zunehmenden Homogenisierung unserer Gesellschaft faktisch ein plurales Ausbildungsangebot entgegen zu halten. Die offene Gesellschaft des 21. Jahrhunderts ist gekennzeichnet durch Lebensformen, in denen das Individuum sich selbständig, i.e. mit einem eigenen Profil - oder wenn Sie so wollen mit "Alleinstellungsmerkmalen" - bewegen können muss."

In einer offenen und pluralen Gesellschaft ist auch für Ausbildungspluraltät an der Schule und an der Universität zu sorgen, denn sie fördert die Innovationsfähigkeit und Bildungsfähigkeit der gesamten Gesellschaft.

„Die Frage stellt sich mir aber, wann die Wirtschaft merken wird, dass dieses Ausbildungssystem innovationsfeindlich ist. Ich erwarte deshalb, dass Wirtschaftsführer in den nächsten fünf Jahren den Universitäten vorwerfen, die deutsche Wirtschaft sei bedroht, weil ihr die innovativen Köpfe, die Studienabgänger mit eigenen Ideen und damit die notwendigen Innovationsimpulse in der Wirtschaft fehlen. Genau dieses Resultat ist aber der Tatsache geschuldet, dass wir die Ausbildungspluralität aus ökonomischen und teilweise auch organisatorischen Gründen beschränken.
Dies ist einer der Gründe, weshalb ich dafür argumentiere, dass altphilologische Fächer im Ausbildungskanon erhalten bleiben."

Professor Balsiger ist an der Universität Erlangen-Nürnberg tätig und zwar am Zentralinstitut für Angewandte Ethik und Wissenschaftskommunikation.
In einem anschließenden Gespräch konnte er von seinen reichhaltigen Erfahrungen berichten, was Studiengänge, Organisationszwänge und Studierfähigkeit betrifft.

 

Friedbert Stühler
für die Fachgemeinschaft
der Alten/Klassischen Sprachen LATEIN und GRIECHISCH

 

 

 

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Landeswettbewerb Alte Sprachen

Lateinlehrer Friedbert Stühler befragte die beiden teilnehmenden Schülerinnen.

Corinna Lang:

Ich habe im Fach Griechisch am Wettbewerb teilgenommen. In der zweiten Runde habe ich eine Hausarbeit zum Thema „Das Epos in der Malerei" geschrieben, die gleichzeitig auch meine Seminararbeit war.
Dabei habe ich zwei Szenen aus Homers „Odyssee" mit ihrer Umsetzung in der Malerei verglichen. Es war sehr interessant zu sehen, wie verschiedene Künstler mit dem Stoff umgegangen sind: Während teilweise versucht wurde, das Original getreu umzusetzen oder die Geschichte durch das Bild richtiggehend zu erzählen, haben manche Maler die Szene nur als Gerüst für eine völlig neue Aussage genutzt. Diese herauszufinden und die Gemälde zu interpretieren, war besonders spannend. Insgesamt freue ich mich, dass ich am Wettbewerb teilgenommen habe.
Der letzten Runde, einem Colloquium in München, sehe ich schon mit Spannung entgegen.

Christina Schramm:

Im Oktober 2010 absolvierte ich die erste Runde des Landeswettbewerbs Alte Sprachen in Latein.
Die Prüfung ähnelte einer langen Schulaufgabe mit Übersetzungs- und kreativem Aufgabenteil. Thema war „Die Gefahren des Reichtums" nach einer Textstelle des Geschichtsschreibers Sallust.
Kurz vor Weihnachten erfuhr ich von meiner Lateinlehrerin Frau Freitag, dass ich die zweite Runde erreicht habe. Diese besteht darin, dass ich eine Hausarbeit anfertige, die ich gleichzeitig als Seminararbeit werten lassen kann.
Das Thema meiner Arbeit ist der Vergleich der Darstellung der „Verschwörung des Catilina" bei Sallust und im bekannten neuen Roman „Titan" von Robert Harris. Mich interessiert da vor allem, wie eine politische Krisensituation in Romanform dargestellt wird.
Die Arbeit werde ich bis November 2011 fertigstellen - und mit etas Glück die dritte und letzte Runde des Wettbewerbs erreichen.

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Latein am HGF














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