Physik

"Wiederholungstäter" an der TechFak

Die diesjährige Exkursion der Q11 des Herder-Gymnasiums am 26. Januar 2012 an die Technische Fakultät in Erlangen unterschied sich von denen der Vorjahre dadurch, dass die Teilnehmer diesmal bereits in der 9. Klasse eine Exkursion dorthin mitgemacht hatten (siehe Junge Herderianer in den Labors der Uni Erlangen). Aus diesem Grunde fand die Exkursion nicht mehr für die gesamte Q11 statt, sondern nur 21 an der Unternehmung interssierte Schülerinnen und Schüler traten den Weg nach Erlangen an.

Zwei Stunden lang konnten sie zunächst verschiedene Vorlesungen besuchen und so ein wenig den studentischen Alltag beschnuppern.

Im Anschluss an den Vorlesungsbesuch konnte Prof. Hahn wieder einen höchst interessanten Laborrundgang in kleinen Gruppen anbieten.

 

 

So berichteten zwei Studenten über ihre Bachelor-Arbeit, zeigten, wie man als Student einen Zeitplan für so eine Arbeit aufstellt, und machten eindrucksvoll deutlich, dass dabei auch noch Zeit für ein faszinierendes Hobby bleibt, nämlich der Bau eines Rennwagens, um damit bei internationalen Formula-Student-Rennen anzutreten.

 

 

 

 

 

 

Beim Lehrstuhl für Regelungstechnik wurde die Regelung der Kfz-Vertikalbewegung durch aktive Federung erklärt und beeindruckend vorgeführt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Beim Lehrstuhl für Hochfrequenztechnik wurde die Musikübertragung mit Laserlicht gezeigt und erläutert.

 

 

 

 

 

 

Und fehlen durfte auch nicht ein Besuch beim Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik mit seinen mächtigen Robotern, die aber so fein und sicher gesteuert werden können, dass sie sogar in Zukunft bei der Bestrahlung von Krebspatienten eingesetzt werden sollen.

Unser Dank gilt wieder Prof. Hahn, der sich wie immer sowohl bei der Vorbereitung als auch am Tag der Exkursion selber sehr viel Zeit für uns genommen hat.

Jedem der Herderianer spendierte die Uni ein kostenloses Mittagessen in der Mensa - auch hierfür herzlichen Dank!

Werner Hennig

Kategorie  

10. Klassen an der Technischen Fakultät in Erlangen

Am 20.9.2011 fand im Rahmen der Partnerschaftsvereinbarung mit der Technischen Fakultät der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg eine Exkursion der 10. Klassen des Herder-Gymnasiums in Begleitung von Frau Michl, Frau Köberlein und Herrn Hennig nach Erlangen statt.

Viktoria Löw und Annika Schober aus der Klasse 10a schildern uns den Ablauf und ihre Eindrücke:

„Zuerst gab Prof. Dr. Ingo Hahn eine kurze Einführung in die Studienmöglichkeiten an der Universität und der Technischen Fakultät, dabei erläuterte er auch das geplante Tagesprogramm. Anschließend wurde jede Klasse einem Mitarbeiter zugeteilt, der uns durch verschiedene Lehrstühle und Labore führte, um einen tieferen Einblick in die Arbeit der Fakultät zu bekommen.

Die erste Station unserer Klasse war der Bereich Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik. Dort wurden uns Roboter verschiedenster Art, deren Überwachung und Programmierung vorgestellt. Es gab auch einen Roboter, der so programmiert wurde, dass er ein Glas fassen, eine Flasche öffnen und den Inhalt in das Glas füllen konnte. Dieser hat uns am Besten gefallen, da er alles in einer unglaublichen Geschwindigkeit ausgeführt hat und kein Tropfen daneben ging. Und natürlich auch, weil wir danach das Glas Orangensaft austrinken durften. So etwas könnte bestimmt später sehr gut in der Arbeitswelt eingesetzt werden, zum Beispiel um automatisch hinter einer Bar Getränke einzuschenken.

 

 

 

Anschließend lernten wir im Lehrstuhl für Elektrische Antriebe und Maschinen unterschiedliche Motoren, wie zum Beispiel den Linearmotor und den Kurbelmotor kennen. Dort konnten wir selbst einmal in Aktion treten und einen Motor betätigen.

 

 

 

 

 

Nicht weniger interessant war auch der Lehrstuhl für Elektrische Energieversorgung, den wir am Schluss besichtigten. Zuerst  hörten wir einen Vortrag über die Möglichkeiten der Energieversorgung  der Zukunft, dem wir alle gespannt lauschten. Danach wurden  wir in die Hochspannungshalle geführt, in der mit Hilfe von Hochspannung Blitze erzeugt werden können. An einem Modellhaus aus Holz wurden unterschiedliche Varianten und Folgen eines Blitzschlages, zum Beispiel mit und ohne Blitzableiter, getestet. Die Halle ist sehr groß und wir waren erstaunt und beeindruckt, dass man, um einen vergleichsweise kleinen Blitz zu erzeugen, so große Geräte und so viel elektrische Energie benötigt. Uns wurde auch erklärt, dass der Erlanger Energieversorger  manchmal Probleme  hat,  die ganze Stadt mit Energie zu versorgen, nur weil in dieser Halle ein paar Versuche mehr gemacht werden. Als der Blitz erzeugt wurde, wurden wir gebeten, uns die Ohren zuzuhalten und nach dem ersten Versuch war uns auch klar, warum. Obwohl es im Vergleich zur Natur nur um einen Miniblitz handelte, war der Knall beim Einschlag enorm. Jetzt können wir uns auch vorstellen, wie es ist, wenn ein echter Blitz neben uns einschlüge.

Danach sind wir zur Mensa gelaufen und haben uns mit dem Mensagutschein ein Essen schmecken lassen.

Zum Abschluss haben wir uns in den anfänglichen Hörsaal begeben, um uns bei den Mitarbeitern und Herrn  Prof. Hahn zu verabschieden und zu bedanken.

 

Natürlich können wir uns nach diesem einen Tag nicht darauf festlegen, dass wir  Maschinenbau oder Ähnliches studieren wollen, aber es war trotzdem sehr spannend und informativ, zu sehen, was man an einer Technischen Fakultät macht und lernt. Wir persönlich wollen uns nächstes Jahr bei den Uni-Info-Tagen auch die technischen Angebote ansehen. Zwar gehen unsere Vorlieben in eine andere Richtung, denn wir beide interessieren uns eher für den medizinischen Bereich und den Bereich Management. Aber wer weiß, vielleicht studieren wir dann am Ende doch an der Technischen Fakultät!?“

Kategorie  

Wahlkurs "Bau und Programmierung von Lego-Robotern"

Im Jahr 2009 bekam die Schule vom European Center for Power Electronics (ECPE) zwei Bausätze für programmierbare Roboter überreicht (wir berichteten darüber). Nun endlich kann ein Wahlunterricht stattfinden, in dem Schülerinnen und Schüler aus der Unter- und Mittelstufe Roboter bauen und programmieren können. Die Entspannung der Personalsituation am Herder-Gymnasium durch den Wegfall der 13. Jahrgangsstufe machte dies möglich.
Das Arbeiten mit den Robotern gilt als besonders geeignet, bei Jungen wie bei Mädchen das Interesse für Technik und Naturwissenschaften zu wecken. Das geschlechtsunabhängige Interesse zeigt sich auch bei der Zusammensetzung unseres Wahlkurses: Mädchen und Jungen sind etwa gleich stark vertreten.
Wegen des großen Interesses am Wahlkurs wurde mittlerweile ein dritter Roboter angeschafft.

Drei Siebtklässlerinnen beim Zusammenbau "ihres" neuen Roboters.


"Ob der Roboter wohl das machen wird, was wir von ihm wollen?"

Der Ultraschallsensor wird getestet.

W. Hennig


Kategorie  

Exkursion zur Technischen Fakultät - diesmal noch näher an Schülerinteressen

Die Exkursion der Q11 zur Technischen Fakultät in Erlangen am 8. Februar 2011, die wieder im Rahmen der Kooperationsvereinbarung statt fand, war heuer noch stärker an den Interessen der Schülerinnen und Schüler ausgerichtet. So gab es nach dem Besuch von Vorlesungen diesmal keine Führungen von Lehrstuhlmitarbeitern durch diverse Labore, sondern sechs Studentinnen und Studenten stellten in Kurzvorträgen ihre Diplom-, Bachelor- oder Masterarbeit vor. Damit wurde das Feedback der letztjährigen Exkusionsteilnehmer aufgegriffen, die sich mehr Informationen darüber wünschten, was man als Student einer technischen Fachrichtung eigentlich zu machen hat.

Unser Dank gilt den Studentinnen und Studenten sowie den Uni-Mitarbeitern, die sich für uns Zeit genommen haben, und natürlich Herrn Prof. Hahn, der die Veranstaltung wieder in gewohnt perfekter Weise organisiert hat.

Werner Hennig

Kategorie  

Strom aus Sonnenlicht - 15 Jahre Photovoltaik-Anlage am Herder-Gymnasium

Im "Fränkischen Tag" erschien der folgende Artikel:

Forchheim - Seit nunmehr 15 Jahren arbeitet die Solaranlage an der Südseite des Herder-Gymnasiums ohne Unterbrechung. Das nahm die Schule zum Anlass, um ihren jungen Schülern eine Vorstellung von der Funktionsweise und der Nützlichkeit einer Solaranlage zu vermitteln. „Viele Schüler wissen das gar nicht", so Friedrich Zwanzger, Lehrer am Herder-Gymnasium. Schautafeln im Schulgebäude zeigen Grafiken, die die Leistung der Anlage über den Tag hinweg dokumentieren. Zusätzlich erklärt Friedrich Zwanzger in Führungen die Anlage. Im Rahmen des Förderprogramms „Sonne in die Schule" wurde die Photovoltaikanlage 1995 vom Freistaat an das Herder-Gymnasium gespendet und am 15. Oktober installiert.

Text und Bild: Fränkischer Tag

Noch mehr Bilder

Kategorie  

Der letzte Physik-LK in Hamburg

Am Sonntag den 20.06.10 machte sich der LK Physik mit Herrn Hennig und Frau Polster auf zu einer Kursfahrt nach Hamburg.
Nach langer Zugfahrt erreichten wir Hamburg-Altona, wo wir sogleich von einem großem Straßenfest, der Altonale, überrascht wurden - reges Treiben, Musik, bunte Stände. Noch am selben Abend erkundeten wir den nächtlichen Hafen, gingen durch den Elbtunnel, zum Nicolaifleet und der Deichstraße.

Am nächsten Morgen ging es schon früh zum deutschen Wetterdienst. Dort bekamen wir einen Einblick in das kompliziert vernetzte System der Wettervorhersage. Auch erhielten wir aus der regionalen Wetterzentrale eine private Auskunft über das Wetter der nächsten Tage. Zum Schluss wurden wir auf die Dachterrasse geführt, wo wir einen Ausblick auf die Stadt genießen konnten.

Im Anschluss besichtigten wir die Innenstadt, nämlich den Jungfernstieg, das Rathaus, die Krameramtswohnungen und den Michel, wo wir jeweils einem kleinen Schülervortrag zuhörten. Gemütlich ausklingen ließen wir den gelungenen Tag bei Jazzmusik auf dem Feuerschiff.

Der Dienstag begann mit dem Besuch des Teilchenbeschleunigers DESY (Deutsches Elektronensynchrotron). Hier folgte ein längerer Vortag über Elementarteilchenphysik und Experimente, die zur Teilchenbeschleunigung in Hamburg durchgeführt wurden. Durch einen Rundgang auf dem weitläufigem Gelände wurde die wissenschaftliche Arbeit verdeutlicht.

 
Zur Entspannung begaben wir uns nun zum Hamburger Elbstrand, um die angenehme Stimmung und das schöne Wetter auszukosten. Natürlich darf bei einem Besuch in Hamburg die Speicherstadt nicht fehlen und so machten wir einen Abstecher dorthin, bevor wir auf der berühmten Reeperbahn den letzten Abend verbrachten.


Die Sternwarte am Stadtrand von Hamburg wurde vor unserer Abfahrt noch ein kleines Highlight. Von der Entstehung der Welt bis zur Vermutung weißer Löcher wurden wir über vieles aufgeklärt und konnten in der zwar schon veralteten Sternwarte mit verschieden großen Teleskopen die Sonne beobachten.

 

 

Durch diesen Abschluss wurde der Abschied von Hamburg noch einmal schwerer und so fuhren wir nachmittags von Hamburg-Altona mit traurigen Gesichtern wieder zurück nach Forchheim.

Sandra Bulheller, Simone Reck K12

Auf der Dachterrasse des Deutschen Wetterdienstes

 

Beobachtung von Sonnenflecken auf der Sternwarte
 
Kategorie  

Junge Herderianer in den Labors der Uni Erlangen

So früh wie möglich das Interesse an Technik wecken - das war die Intention einer Veranstaltung im Rahmen der Kooperationsvereinbarung zwischen der Technischen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg und dem Herder-Gymnasium Forchheim. Prof. Dr. Ingo Hahn vom Lehrstuhl für elektrische Antriebe und Maschinen hatte speziell für die 9. Klassen des Herder-Gymnasiums eine abwechslungsreiche Besichtigungstour durch Labore verschiedener Lehrstühle zusammengestellt.

 

 

 

Effiziente Batterien, überlistete Motoren und ein knallender Lichtbogen

Die Schülerinnen und Schüler erfuhren von den Werkstoffwissenschaftlern, welche neuen  Materialien erforscht werden, um Batterien zu verbessern oder effizientere Solarzellen zu entwickeln. Bei den Elektrotechnikern konnten sie versuchen, eine Motorsteuerung zu überlisten, die z.B. zum Steuern der Leitwerke in Flugzeugen verwendet wird. In der Hochspannungshalle rief nach einem lauten Knall ein kreisender Lichtbogen höchste Begeisterung hervor und im Reinraum des Lehrstuhls für Elektronische Bauelemente waren die Jugendlichen nicht zuletzt von den lustigen Mänteln und Haarnetzen fasziniert, die jeder anziehen musste.
Gerade die speziellen Ausbildungsrichtungen - musisch und sprachlich - und der hohe Anteil an Mädchen macht das "Herder" für die Technische Fakultät interessant, reift hier doch potentieller Nachwuchs für ein Ingenieurstudium heran, der größtenteils nicht schon von vornherein technikbegeistert ist.

Weichenstellung für den beruflichen Werdegang?

Die für einen Uni-Besuch ungewöhnlich niedrige Jahrgangsstufe 9 wurde gewählt, weil für die Jugendlichen schon in einem halben Jahr die Wahl ihrer Fächer für die Oberstufe ansteht, was als erste Weichenstellung für den beruflichen Werdegang der Gymnasiasten angesehen werden muss. Wer in den Jahrgangsstufen 11 und 12 nur noch wenig über Naturwissenschaft und Technik erfährt, wird wohl kaum ein Studium solcher Fachrichtungen beginnen. Nach wie vor gibt es aber in Deutschland einen Mangel an Ingenieuren und Naturwissenschaftlern - und es gibt zu wenige Frauen unter ihnen.

Werner Hennig

Kategorie