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Christina Schramm wurde als Stipendiatin in die Stiftung Maximilianeum aufgenommen!

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Christina S.

Es ist die höchste Hürde, die ein bayerischer Abiturient bewältigen kann: Die Aufnahme in die Stiftung Maximilianeum beziehungsweise in die Wittels­bacher Jubiläumsstiftung.

Nach 18 Jahren gelang dieser erfreuliche Erfolg nun Christina Schramm, die als zweite Abiturientin des Herder-Gymnasiums Forchheim diese großartige Leistung erzielte. „Ich konnte es erst gar nicht glauben. Mit so etwas kann man einfach nicht rechnen", versucht die angehende Studentin der Volkswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität ihre Freude in Worte zu fassen.

Der Weg an die Spitze der bayerischen Elite ist sehr schwer: Alle 40 eingebrachten Halbjahresleistungen in der Oberstufe müssen mindestens 13 Punkte betragen. Auch in den Abiturprüfungen darf die Hürde 13 Punkte nur höchstens einmal mit 12 Punkten unterschritten werden. Insgesamt benötigt man einen endgültigen Notendurchschnitt von 1,0. Die Traumnote 1,0 reicht aber noch lange nicht aus, zusätzlich muss das Ergebnis der Hochbegabtenprüfung, die für die Oberfranken in Hof beim Ministerialbeauftragten nach den Abiturprüfungen stattfindet, nicht nur bestanden werden, sondern mindestens 60 Punkte zählen.

Dies gelang in ganz Bayern im Abitur 2012 „nur" 38 von knapp 36000 Abiturienten. Da jedes Jahr nur etwa sechs bis acht neue Stipendiaten in die Stiftung Maximilianeum aufgenommen werden, müssen sich diese in einer Sonderprüfung im Kultusministerium in München beweisen. In einem Zeitraum von etwa einer Stunde wird man in acht Fächern geprüft, was den Prüflingen ein hohes Maß an Konzentration und geistiger Flexibilität abverlangt. Neben den Prüfungsfragen spielen aber bei den aufzunehmenden Stipendiaten auch die Persönlichkeit, soziale Kompetenzen, die Breite der Interessen sowie die Offenheit für neue und ungewohnte Fragestellungen eine große Rolle.

Ende Juli 2012 war es dann soweit, ein Brief aus München vom Stiftungsvorstand enthüllte das Geheimnis: Christina Schramm wird als Stipendiatin in die Stiftung Maximilianeum aufgenommen. „Ich glaube, das war bisher der glücklichste Tag in meinem Leben", gibt sie zu und strahlt.

Die „Studenten des Königs" genießen im Bayerischen Landtag, dem Maximilianeum, freie Kost und Logis. Die Stiftung wurde vom König Maximilian II. von Bayern im Jahr 1852 ins Leben gerufen, der die intelligentesten Köpfe seines Landes fördern und in seiner Nähe wis-sen wollte. Das Gebäude wurde 1874 fertig gestellt und dient seitdem als Unterkunft der bayerischen Elite. Seit 1980 dürfen auch Frauen in die Stiftung aufgenommen werden. Infol-ge des demokratischen Neuanfangs der Bundesrepublik nach dem zweiten Weltkrieg wählte der Bayerische Landtag 1949 das Maximilianeum zu seinem Sitz und ist seitdem Mieter der Räumlichkeiten. Die Mieteinnahmen stellen die finanziellen Mittel der Stiftung dar.

Die Schulfamilie des Herder-Gymnasiums Forchheim ist stolz auf ihre ehemalige Schülerin und gratuliert Christina von ganzem Herzen zu dieser überragenden Leistung. Sie wünscht ihr für ihren weiteren Weg viel Glück und alles Gute.

Dr. Benno Schiener