10. Klassen an der Technischen Fakultät in Erlangen

Am 20.9.2011 fand im Rahmen der Partnerschaftsvereinbarung mit der Technischen Fakultät der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg eine Exkursion der 10. Klassen des Herder-Gymnasiums in Begleitung von Frau Michl, Frau Köberlein und Herrn Hennig nach Erlangen statt.

Viktoria Löw und Annika Schober aus der Klasse 10a schildern uns den Ablauf und ihre Eindrücke:

„Zuerst gab Prof. Dr. Ingo Hahn eine kurze Einführung in die Studienmöglichkeiten an der Universität und der Technischen Fakultät, dabei erläuterte er auch das geplante Tagesprogramm. Anschließend wurde jede Klasse einem Mitarbeiter zugeteilt, der uns durch verschiedene Lehrstühle und Labore führte, um einen tieferen Einblick in die Arbeit der Fakultät zu bekommen.

Die erste Station unserer Klasse war der Bereich Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik. Dort wurden uns Roboter verschiedenster Art, deren Überwachung und Programmierung vorgestellt. Es gab auch einen Roboter, der so programmiert wurde, dass er ein Glas fassen, eine Flasche öffnen und den Inhalt in das Glas füllen konnte. Dieser hat uns am Besten gefallen, da er alles in einer unglaublichen Geschwindigkeit ausgeführt hat und kein Tropfen daneben ging. Und natürlich auch, weil wir danach das Glas Orangensaft austrinken durften. So etwas könnte bestimmt später sehr gut in der Arbeitswelt eingesetzt werden, zum Beispiel um automatisch hinter einer Bar Getränke einzuschenken.

 

 

 

Anschließend lernten wir im Lehrstuhl für Elektrische Antriebe und Maschinen unterschiedliche Motoren, wie zum Beispiel den Linearmotor und den Kurbelmotor kennen. Dort konnten wir selbst einmal in Aktion treten und einen Motor betätigen.

 

 

 

 

 

Nicht weniger interessant war auch der Lehrstuhl für Elektrische Energieversorgung, den wir am Schluss besichtigten. Zuerst  hörten wir einen Vortrag über die Möglichkeiten der Energieversorgung  der Zukunft, dem wir alle gespannt lauschten. Danach wurden  wir in die Hochspannungshalle geführt, in der mit Hilfe von Hochspannung Blitze erzeugt werden können. An einem Modellhaus aus Holz wurden unterschiedliche Varianten und Folgen eines Blitzschlages, zum Beispiel mit und ohne Blitzableiter, getestet. Die Halle ist sehr groß und wir waren erstaunt und beeindruckt, dass man, um einen vergleichsweise kleinen Blitz zu erzeugen, so große Geräte und so viel elektrische Energie benötigt. Uns wurde auch erklärt, dass der Erlanger Energieversorger  manchmal Probleme  hat,  die ganze Stadt mit Energie zu versorgen, nur weil in dieser Halle ein paar Versuche mehr gemacht werden. Als der Blitz erzeugt wurde, wurden wir gebeten, uns die Ohren zuzuhalten und nach dem ersten Versuch war uns auch klar, warum. Obwohl es im Vergleich zur Natur nur um einen Miniblitz handelte, war der Knall beim Einschlag enorm. Jetzt können wir uns auch vorstellen, wie es ist, wenn ein echter Blitz neben uns einschlüge.

Danach sind wir zur Mensa gelaufen und haben uns mit dem Mensagutschein ein Essen schmecken lassen.

Zum Abschluss haben wir uns in den anfänglichen Hörsaal begeben, um uns bei den Mitarbeitern und Herrn  Prof. Hahn zu verabschieden und zu bedanken.

 

Natürlich können wir uns nach diesem einen Tag nicht darauf festlegen, dass wir  Maschinenbau oder Ähnliches studieren wollen, aber es war trotzdem sehr spannend und informativ, zu sehen, was man an einer Technischen Fakultät macht und lernt. Wir persönlich wollen uns nächstes Jahr bei den Uni-Info-Tagen auch die technischen Angebote ansehen. Zwar gehen unsere Vorlieben in eine andere Richtung, denn wir beide interessieren uns eher für den medizinischen Bereich und den Bereich Management. Aber wer weiß, vielleicht studieren wir dann am Ende doch an der Technischen Fakultät!?“

Kategorie