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Unser Beitrag für einen gerechteren WelthandelDer Verkauf von fair gehandelten Waren an den Elternsprechabenden im Dezember 2010 und Mai 2011
Während wir uns nach dem Aufbau hinter den mit Transfair-Waren beladenen Tischen die Beine in den Bauch standen, kamen immer wieder gehetzte Eltern vorbei mit der berühmt-berüchtigten Frage: „Wo ist der B-Bau?“ oder manche auch mit: „Habt ihr einen Stift, ich habe keinen dabei?“. Aber eigentlich waren wir da um das Angebot des Weltladens zu verkaufen…
Endlich rückte der Zeiger der A-Bau-Uhr auf halb sechs, eigentlicher Beginn der Veranstaltung „Elternsprechabend“ und damit Hauptverkaufszeit. Jetzt kamen wir aus dem Rechnen, Kassieren und Ware-Anbieten gar nicht mehr heraus. Aber warum haben wir das eigentlich gemacht? Warum stellen wir uns mehrere Stunden in die Schule, lange nach Unterrichtsende?
Um das zu verstehen muss man mal in den Supermarkt gehen und zum Beispiel einen Kaffee kaufen. Ein Päckchen einer beliebigen bekannten Marke mit 500g Kaffee kostet da ungefähr 6 €. Der Preis besteht aus 2,70 € Steuern, Zölle und Frachtkosten, 1,42 € für den Einzelhändler und 1,07 € für Zwischenhändler und für das Mahlen und Rösten der Bohnen. Der Plantagenbesitzer verdient gerade mal noch 51 Cent und die Arbeiter erhalten davon einen Lohn von 30 Cent - für ein Pfund Kaffee! Der Verdienst eines solchen Arbeiters reicht nicht einmal für eine Person zum Leben, erst recht nicht für eine ganze Familie. Es reicht also nicht, dass ein Familienmitglied arbeitet, es müssen alle, auch die Kinder, zum Lebensunterhalt der Familie beitragen.
Am Elternabend verkaufen wir den Kaffee zwar für 7,95 € (bei 500g; 250g kosten 4,45 €), aber wir wissen genau, dass dafür alle Beteiligten einen fairen Preis oder Lohn erhalten, vor allem die Plantagenarbeiter oder die Kleinbauern, die auf ihren eigenen kleinen Flächen diese Kaffeebohnen anbauen. Auf diese Weise wird auch den Kindern eine Ausbildung und damit eine Zukunftsperspektive geboten, weil sie in die Schule gehen können, statt irgendwie Geld zu verdienen. Wir möchten mit dem Verkauf in der Schule auf diese Problematik aufmerksam machen und den fairen Welthandel unterstützen (Quelle für alle Zahlen: Weltladen Forchheim).
Zu unserem Sortiment gehört natürlich nicht nur Kaffee, sondern auch verschiedene Schokoriegel und Schokoladetafeln, Kakao, Honig, Studentenfutter, getrocknete Früchte, verschiedene Nüsse und natürlich die sehr beliebten getrockneten Mangos. Die Produktpalette im Weltladen in Forchheim ist noch deutlich größer, dort gibt es u.a. auch Wein, Orangensaft, Fußbälle und andere Spiel- oder auch Schreibwaren.
Um acht Uhr war dann Aufräumen und Abrechnen angesagt. Dieses Jahr ging das besonders schnell, weil Christopher ein ziemlich praktisches Programm geschrieben hatte. Zusammengerechnet haben wir an beiden Elternsprechabenden Waren im Wert von 602 € verkauft. Vielen Dank an alle Käuferinnen und Käufer, die den Weltladen und somit auch die Menschen, die hinter der Produktion stecken, unterstützt haben.
„Wir“, das waren dieses Jahr: Sarah Uebel, Wolfrun Jacob, Annika Schobert, Anna Kistner, Christopher Fleith (leider zum letzten Mal, da er gerade Abitur macht!), Tamas Vermes, Johanna Schleicher, Ayse Erdogan, Gina Prell, Banu Aldanmaz, Nina Sommer, Irem Kaya, Vanessa Knopp, Ronja Gelbhardt, Lea Haimann, Sophie Bayer, Anna Eitel, Lena Fleith, Helena Wetzel, Sophie Hutzler, Elisabeth Iglhaut, Franziska Müller, Hannah Rubner, Vanessa Schuler, Melanie Schobert, Stefanie Schmidt und Sabine Hübner.
Sarah Uebel und Wolfrun Jacob
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