Weimarfahrt 2010

Kursfahrt des Deutsch-LK nach Weimar (24. - 26. Juni 2010)

Am Morgen des 24. Juni trafen sich die Schülerinnen des Deutsch LKs - pardon, und ein Schüler - ,um mit Frau Seidelmann-Amling und Herrn Spath gen Osten aufzubrechen und die Kulturstadt Weimar unsicher zu machen.

Gegen Mittag kam die Gruppe in ihrem Quartier am Poseckschen Garten an, durfte sich in der Stadt aber erst einmal eine Stärkung holen, bevor die Zimmer bezogen wurden. Nach kurzer Zeit war soweit alles erledigt und die erste Begegnung mit der Stadt von Goethe, Schiller und dem Schulpatron Herder konnte unter der Leitung der Kursleiterin beginnen. Die wichtigsten Orte Weimars, wie zum Beispiel die Herderkirche und Goethes Haus am Frauenplan, wurden besichtigt und die Fürstengruft beendete den Stadtrundgang. Nach kurzer Erholungspause konnte sich der Kurs dann schließlich aufmachen und die Stadt auf eigene Faust erkunden, die zahlreichen Cafés unsicher machen und am Abend die ein oder andere Disco besuchen.

Doch der nächste Tag brachte einige Anstrengungen mit sich.

Es begann mit einer Führung durch das Goethehaus am Frauenplan. Hier konnten zum Beispiel Goethes Sammlungen bewundert werden, die Zimmer von Christiane Vulpius und Goethes Arbeits- und Sterbezimmer. Im Anschluss daran ging es weiter zum Schiller-Haus, das bei Weitem unauffälliger ist als das seines Dichterkollegen und doch wurde es von vielen als geschmackvoller empfunden. Erstaunlich war, dass sich in beiden Häusern noch sehr viele Originale befinden: Nicht nur Tische, Betten oder Bilder waren darunter - nein, auch Schillers Locken konnten noch im Original bewundert werden.

Nach einer ausgiebigen Mittagspause ging es weiter mit einem Spaziergang im Park an der Ilm und der Besichtigung von Goethes Gartenhaus. Wie schon am vorigen Tag wurde auch heute das Programm durch Kurzvorträge des Kurses bereichert. Der Tag endete damit jedoch noch lange nicht: Etwa zwei Stunden nach dem Abendessen machte sich der Kurs auf den Weg zum Theater im Gewölbe, um dort das Theaterstück „Faust I zu zweit" anzuschauen. Dabei handelte es sich keineswegs um eine langweilige Inszenierung, sondern um eine komödiantische Aufarbeitung des Verhältnisses zwischen Goethe und Schiller und des mehr oder weniger gemeinsamen Werks „Faust I".

Der letzte Tag brach an, die Koffer wurden gepackt, die Zimmer geräumt. Anschließend gingen alle zusammen zur Anna-Amalia Bibliothek, um dort noch die allseits begehrten Besucherkarten zu ergattern. Dies gelang, doch zuvor wurde noch ein kurzer Abstecher zum Wittumspalais, dem Witwenschloss der Anna-Amalia, gemacht, in dem die legendären Freitagssitzungen stattfanden. Auch kurze Zeit später konnte endlich die Bibliothek besichtigt werden, die erst 6 Jahre zuvor durch einen schweren Brand so beschädigt worden war. Gut erhaltene Räumlichkeiten und bestens restaurierte Bücher sind das Resultat mühevoller Arbeit und Instandsetzung. Große Bewunderung und Begeisterung war aus den Gesichtern abzulesen und nicht selten wurde im Nachhinein die Bibliothek als Höhepunkt der gesamten Fahrt genannt.

Es blieb noch Zeit, sich in der Stadt noch einmal zu stärken, die Läden unsicher zu machen, Gingko-Bäume zu erstehen und Souvenir-Läden zu plündern. Doch auch das ging vorbei und die 17 tapferen und kultur-erfahrenen Franken machten sich wieder auf ihren Weg zurück in die Heimat.

Vanessa Wilfer, K12

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