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Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsradikalismus bekämpfen“Im Februar war im Gebäude des Herder-Gymnasiums eine Wanderausstellung zum Thema „Demokratie stärken – Rechtsradikalismus bekämpfen“ zu sehen. Zur Eröffnung hielt Dr. Angersdorfer, einer der Mitgestalter der Ausstellung, vor Schülern der Oberstufe einen Vortrag zum Thema „Rechtsradikalismus in Bayern“. In ihren einführenden Worten betonten sowohl Schulleiterin Rall-Weiß als auch Stellvertretender Landrat Lang die Wichtigkeit der Erziehung der Jugend zu Toleranz, demokratischem Bewusstsein und Zivilcourage. Die Ausstellung füge sich, so Rall-Weiß, dabei nahtlos in eine Reihe von Projekten wie „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ oder auch „Woche der Höflichkeit“, die zuletzt am Herder-Gymnasium stattfanden und ähnliche Erziehungsziele verfolgten. Detlef Staude als Vertreter des die Ausstellung koordinierenden Regionalbüros Regensburg der Friedrich-Ebert-Stiftung verwies darauf, dass jede Generation es wieder von Neuem lernen muss, welch wertvolles Gut die Demokratie ist und dass es sie zu schützen gilt. Leider, so Staude weiter, hätten jedoch auch die Rechtsextremen erkannt, dass Heranwachsende in ihrer Beziehung zur Demokratie noch zu formen seien, weshalb gerade sie im Fokus ihrer propagandistischen Bemühungen stehen.Diesen Gedanken griff der Referent Dr. Angersdorfer in seinem Vortrag erneut auf. Indem er in der Folgezeit einige der mehr oder weniger getarnten Versuche der Rechtsextremen, ihr gefährliches Gedankengut zu verbreiten, erläuterte, versuchte er die Schüler dafür zu sensibilisieren, den rechtsextremen Werbungsversuchen zu widerstehen und couragiert entgegenzutreten. Bei den in einigen Landtagen schon vertretenen Parteien wie der NPD sei, so Angersdorfer, zuletzt die Tendenz zu beobachten, sich der Logos oder Symbole anderer, etablierter und gemäßigter Parteien zu bedienen, um sozusagen unter einem demokratischen Deckmantel agieren zu können. Er veranschaulichte seine Ausführungen mittels eines NPD-Flyers zur Agrarpolitik, den eine große Sonnenblume – Inbegriff grüner Symbolik – zierte. Der verborgenen Weitergabe rechtsradikaler Botschaften diene laut Angersdorfer auch die Verwendung von Zahlensymbolen (88 für Heil Hitler, 18 für Adolf Hitler) auf Auto-Kennzeichen und T-Shirts sowie die Hinwendung zu einer nordischen Esoterik (Runenzeichen, Bezüge zur germanischen Götterwelt), die neben der zu erwartenden antisemitischen auch oftmals eine antichristliche Stoßrichtung hat. Offener in ihrer Propaganda, so der Referent weiter, sind häufig rechtsextreme Musikgruppen, deren Namen wie Kruppstahl oder Stoßtrupp schon keinen Zweifel an ihrer Gesinnung ließen. Anhand einiger Beispiele aus den Textzeilen verdeutlichte Angersdorfer die oft menschenverachtenden Inhalte ihrer Songs, die man jedoch aufgrund der eingängigen Melodien oft erst bei mehrfachem Hinhören versteht. Hier – wie auch in den anderen genannten Bereichen – gilt es also, so die abschließende Botschaft des Referenten, wachsam zu sein und den Anfängen zu wehren.
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