Während am 1. Mai die meisten Schüler ausschlafen, heißt es für eine Gruppe aus 30 Leuten des Herder- und Ehrenbürgymnasiums aufstehen, denn der Schüleraustausch mit Rovereto beginnt. Pünktlich um 8:30 Uhr fährt der Bus, in dem übrigens dank dem tollen Busfahrer „Jürgen" und den gut gelaunten Schülern immer gute Stimmung war, los. Mit ein paar Zwischenstopps bei Autobahnraststätten erreichen wir schließlich Rovereto, wo wir alle von unseren Gastfamilien herzlich in Empfang genommen werden.
Am Morgen des 2. Mai starten wir eine Fahrt an den Gardersee. Natürlich darf dort eine Besichtigung von Malcesine und Limone nicht fehlen. Bei der Fahrt mit dem Schiff über den See kann man die landschaftlichen Eindrücke auf sich wirken lassen, zusätzlich gibt es Erklärungen von dem Begleitungslehrer aus dem EGF, Herrn Otzelberger.
Anders als in den meisten deutschen Schulen hatten unsere italienischen Austauschpartner auch am Samstag Schule. Nachdem wir davon eine Stunde genossen haben, machen wir uns auf den Weg zum Castel Beseno. Die Aussicht ist überwältigend!
Der Sonntag ist als Tag in den Familien geplant, deshalb unterscheidet sich das Programm sehr. Das gute Wetter lädt allerdings zu einer Besichtigung des Freizeitparks „Garderland" oder einer Wanderung ein.
Am Montag werden wir von der Rektorin des „Liceo Rosmini", unserer Partnerschule, begrüßt. Jeder bekommt ein T-Shirt der Schule. Herr Otzelberger meint, es seien einige der letzten mit dem alten Logo der Schule und sie würden im Wert während der nächsten Jahre immens steigen. Ganz ernst genommen wird er nicht, denn die Truppe weiß schon, dass er gerne mal ein Späßchen zur Auflockerung macht. Danach geht es zur Friedensglocke, die aus gespendeten Kanonen aus dem ersten Weltkrieg gegossen wurde. Nach dem ersten Kulturschock gibt es einen zweiten: eine Stadtführung. Allerdings keine normale: Schüler aus der 2. Klasse des Liceo Rosmini (~10. Klasse in Deutschland) führen uns professionell durch die schönen Straßen Roveretos.
Am Dienstag (bereits der 6. Tag in Rovereto) geht es morgens um 8 Uhr auf nach Verona. Der Ausflug ist mit der Besichtigung der Arena, der Piazza Erbe und vielen andren Sehenswürdigkeiten sicherlich ein Höhepunkt der Fahrt. Die Freizeit vor Ort wird zum Shoppen, aber auch zum Sonnenbad und Entspannen an der Etsch genutzt. Abends findet ein deutsch-italienisches Freundschaftsessen in einer Pizzaria statt. Danach gehen viele durch Rovereto spazieren, denn an jedem Abend in der Woche des Austausches gibt es eine moderne Kunstausstellung und gemeinsam wird die Kunst nochmal ganz anders erlebt.
Mittwochs finden die Wanderstiefel ihre Verwendung, denn auf dem Programm steht, nach einer Stunde Unterricht mit dem Austauschpartner, eine Wanderung zum Lago di Cei. Baden ist dort zwar leider für uns verboten, doch es wurde abermals die Sonne ausgenutzt, um etwas Bräune (oder auch Röte, wenn man sich nicht eingecremt hat?!) abzubekommen. Nachmittags bekommt man Freizeit, in der sich viele Jugendliche im Park von Rovereto treffen.
Der 8. Tag ist ein weiteres Highlight der Fahrt: Venedig. Nach fast 3 Stunden Busfahrt sind wir in dem Touristenort. Nach einer Erklärung von Herrn Otzelberger über die Geschichte Venedigs geht es auf zu der Rialtobrücke, die wir als Treffpunkt nach der fast 2 Stunden langen Freizeit bestimmen. Diese kann dazu genutzt werden, Venedig genau zu erkunden, natürlich mindestens zu dritt. Anschließend machen wir einen Spaziergang zum Markusplatz, wovon es mit dem Vaparetto über den S-förmigen Canale Grande wieder zurück zum Bus geht. Bei der Rückkunft um 21 Uhr werden wir wie immer von unseren Gastfamilien am Liceo abgeholt.
An dem vorletzten Tag herrscht bereits Aufbruchstimmung - es ist ja auch der letzte ganze Tag in der wunderschönen Partnerstadt. Nach 2 Stunden Unterricht wird das Weingut Grigoletti, ein Familienunternehmen, besucht. Nach interessanten Erklärungen über die Entstehung des Rot- und des Weißweins folgt eine Weinprobe. Anschließend können wir als Mitbringsel für unsere Rückkehr in Deutschland Wein kaufen. Der Nachmittag soll ein schöner Ausklang der tollen Tage in Italien werden. Manche sind in ihren Familien, aber wenn man mit seinem Austauschpartner in den Park geht, bekommt man auch einiges geboten: eine lustige Wasserschlacht!
Pünktlich um 8:30 fährt der Bus nach einem herzlichen Abschied in Rovereto ab. Busfahrer Jürgen hat wie immer alles im Griff, und bereits um 15:30 sind wir wieder in Forchheim.
Veit Stirnweiß, Klasse 9c